Aufgabe - 1. Advent:

Was an Weihnachten selbstverständlich nicht fehlen darf, sind die Plätzchen. Besonders gerne mag Max Vanillekipferl. Dass die so gut nach Vanille schmecken, liegt am Aromastoff „Vanillin“. Auf der Verpackung liest Max, dass das Vanillin ein „natürliches Aroma“ ist. Als „natürliches Aroma“ gelten laut Verordnung 1334/2008 des europäischen Parlaments: „Aromastoffe, die durch geeignete physikalische, enzymatische oder mikrobiologische Verfahren aus pflanzlichen, tierischen oder mikrobiologischen Ausgangsstoffen gewonnen werden“.

 

Woraus stellte die japanische Wissenschaftlerin Mayu Yamamoto in ihrer 2008 veröffentlichten Studie "natürliches" Vanillin her?

 

a) Kurkuma

b) Altpapier

c) Kuhdung

d) Erdöl

Auflösung - 1. Advent:

 korrekte Antwort: c) Kuhdung

 

In ihrer Studie hat die japanische Wissenschaftlerin Mayu Yamamoto gezeigt, das Vanillin durch das Erhitzen von Kuhdung gewonnen werden kann und damit einen IG Nobel Price – einen Preis für Forschung, die erst zum Lachen und dann zum Denken anregt – gewonnen. Kuhdung enthält nämlich Lignin aus dem Futter, das die Kühe gefressen haben. Dieses Lignin kann in Vanillin umgesetzt werden. Tatsächlich stammen mehr als 99% des produzierten Vanillins nicht aus Vanilleschoten. Ganz so exotisch wie Kuhdung muss es aber nicht sein, häufig wird das Lignin aus Papierabfällen gewonnen. Aber auch biotechnologisch kann Vanillin hergestellt werden, zum Beispiel aus Kurkuma, Nelkenöl oder Glucose. Der Vorteil: wird das Vanillin biotechnologisch und aus natürlichen Rohstoffen gewonnen, so darf es offiziell als „natürliches Aroma“ bezeichnet werden. Anders ist das zum Beispiel bei Vanillin aus Erdöl, das durch chemische Prozesse gewonnen wird.